SZENE EXTRA: Geflüchtete Kinder besucht

Ein Leben in Sicherheit – darauf hoffen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen. In Deutschland kommen sie meist in Wohnheimen und Notunterkünften unter, bis geklärt ist, ob sie Anrecht auf Asyl haben und bleiben können.

Unter ihnen sind auch viele Kinder: Mädchen und Jungen, die schon viel erlebt haben und sich nun in einem fremden Land zurechtfinden müssen.
Wie sieht der Alltag der geflüchteten Kinder aus, die hier leben? Wo schlafen und spielen sie? Diesen Fragen sind zwei Redakteurinnen von SZENE EXTRA, der Jugendredaktion der Nürnberger Nachrichten, nachgegangen. Sie haben Sidra, Schahrazad, Vika und Kareem – vier Kinder zwischen neun und 13 Jahren, die mit ihren Familien aus Syrien und der Ukraine gekommen sind – in einer Nürnberger Asylunterkunft besucht und mit ihnen gesprochen: über das kleine Zimmer mit den Stockbetten, das sich Kareems Familie teilt, Hausaufgaben, Fußball und die Zukunft.

Macht euch einfach selbst ein Bild:

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JUNGE WP: Junge Mutter im Porträt

Schwanger mit 18 Jahren – die meisten Mädchen können sich das nicht vorstellen. So ging es auch Sina aus Menden. Als sie dann unverhofft schwanger wurde, war jedoch von Anfang an klar, dass sie das Kind bekommen wollte.

 

Junge WP, das Jugendportal der Westfalenpost, hat die junge Mutter zuhause besucht und mit ihr über den anfangs schwierigen, aber schönen Alltag mit ihrer Tochter gesprochen. Auch die Eltern kommen zu Wort und erzählen von ihren anfänglichen Befürchtungen und ihrem Umgang mit der Situation.

 

Außerdem werden Anlaufstellen genannt, an die sich junge Mädchen wenden können, wenn sie schwanger werden.

 

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SCHWÄBISCHE POST: Selbstversuch auf der Straße

Jds_StraßenkinderWie fühlt es sich an, von seinen Mitmenschen abgelehnt, misstrauisch beäugt und vielleicht auch bemitleidet zu werden? Die Jugendredaktion der Schwäbischen Post ist einem Aufruf des Kinderhilfswerks „terres des hommes“ gefolgt und hat einen Selbstversuch gestartet. Drei junge Mitarbeiter der Zeitung verbrachten einige Stunden in der Fußgängerzone ihrer Stadt, nicht zum Shoppen, nicht als Spaziergänger, sondern als Straßenkinder. Sie bettelten, sprachen Passanten an und putzten für ein kleines Trinkgeld sogar Schuhe. Ihre Eindrücke und Gefühle während der Aktion hielten sie schließlich in Form einer Reportage fest. Sie waren erstaunt, wie gereizt und ablehnend die Mitmenschen auf sie reagierten. Nur wenige gaben etwas oder zeigten Mitleid. Zusätzlich zu dem Selbstversuch erschien auf der Jugendseite ein kurzer Artikel zum Thema Kinderarmut. Diese fängt nicht erst bei Straßenkindern an. Es gibt viele Kinder in Deutschland, die hungrig in der Schule sitzen, an Schulausflügen nicht teilnehmen können und noch nie ihrem Leben in den Urlaub gefahren sind.

KinderMedienKonferenz 2013

Bild 4Kindernachrichtensendungen, Wissensformate im Radio oder Kinderzeitungen: Journalistische Angebote für junge Menschen wecken nicht nur früh den Spaß daran, sich eigenständig zu informieren. Häufig erzeugen sie bei Kindern auch ein erstes Interesse an Politik.
Diese frühe politische Bildungsarbeit der Macher von Kindermedienangeboten würdigte die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb nun erstmals mit einem neu ausgeschriebenen Preis. Vom 27. bis 29. November trafen sich Medienmacher aus ganz Deutschland in der Berliner Jerusalemkirche, um über das aktuelle Angebot, die verschiedensten Herangehensweisen und die Zukunftsaussichten der Kindermedien zu debattieren. Eine Podiumsdiskussionen befasste sich etwa mit der Frage, wie viel Bildung erfolgreiche Kindermedien bieten müssen. In Workshops wurde die alltägliche Praxis des Medienmachens für und mit Kindern besprochen und Vorträge, etwa über Content-Marketing, Spieletester oder internationale Kindermedien erlaubten Einblicke in unbekanntere Gefilde.
Der Höhepunkt der Konferenz war sicher die Verleihung des Kindermedienpreises 2013. Bei einer festlichen Gala wurden die Gewinner in zwei Kategorien bekannt gegeben.

In der Kategorie „Bestes redaktionelles Angebot für Kinder“ ging der erste Platz an das Team von „neuneinhalb“. Seit 2004 überträgt die ARD das gesellschaftspolitische Reportagemagazin für Kinder.

Sieger in der Kategorie „Bestes redaktionelles Angebot von und mit Kindern“ wurden die „Radiofüchse“ aus Hamburg. Ihr Programm richtet sich an Kinder von sechs bis 15 Jahren. Der offene Kanal Tide 96.0 und der freie Sender FSK 93.0 übertragen die Beiträge, die von Kindern konzipiert, recherchiert und umgesetzt werden.

Einen Sonderpreis erhielt die Rheinpfalz, die mit ihrer wöchentlichen Kinderseite und Maskottchen Nils Nager die Kinderjury überzeugen konnte.

Mehr Informationen zu den einzelnen Programmpunkten und weiteren Preisträgern gibt es auf dem Blog zur KinderMedienKonferenz.

Kids Verbraucheranalyse 2013: Was Kinder wollen

Ralf Bauer

Ralf Bauer ist Studienleiter der Kids Verbraucheranalyse 2013

Der ABC-Schütze mit dem Tablet-Computer in der Hand – dass Kinder ganz selbstverständlich in das digitale Zeitalter hineinwachsen und oft ihre Eltern in Sachen Medienkompetenz schlagen, ist unbestritten. Doch entspricht das Bild des daddelnden Kindes, das nur selten oder nie ein Buch in die Hand nimmt, der Wirklichkeit? Die alljährliche KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) untersucht das Medien- und Konsumverhalten von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren. Das diesjährige Ergebnis überrascht. Kinder greifen häufiger zu Printprodukten als gedacht. Im Gespräch mit der Jugenddrehscheibe erklärt Ralf Bauer die Ergebnisse der Studie.


Herr Bauer, in der Kids Verbaucheranalyse 2013  kam heraus, dass mindesten 81 Prozent der Kinder mindestens einmal wöchentlich ein Buch oder eine Zeitschrift  lesen, während die Internetnutzung seit einigen Jahren stagniert. Wie kann man das erklären?  



Beim Internet muss man bedenken, dass die Nutzerschaft in zwei Gruppen zerfällt. Auf der einen Seite die Kinder ab 9 bis 10 Jahren, die fast alle im Netz sind (94 Prozent) und dann die 6 bis 9-Jährigen, bei denen aktuell rund die Hälfte ins Netz darf (51Prozent). Besonders bei den Jüngeren sind es also die Eltern, die noch skeptisch sind ihre Kinder frühzeitig den Zugang ins Netz zu gestatten.


Sie führen diese Studie schon seit 20 Jahren durch.  Haben Sie dabei die Beobachtung gemacht, dass Printprodukte von digitalen Medien verdrängt werden oder ist einfach nur ein neues Medium hinzugekommen?


Die Mediennutzung war über all die Jahre zwar immer gewissen Schwankungen ausgesetzt und hing z.B. auch bei Büchern immer auch von starken Themen ab (Stichwort Harry Potter), aber insgesamt kann man schon sagen, dass digitale Medien die Printprodukte nicht verdrängt haben.
Die Studie misst allerdings nicht das mediale Zeitbudget pro Medium – hier könnten sich eventuell doch durch die Addition neuer Medien Verschiebungen ergeben haben.


Können Verlage also aufatmen, weil auch die nachfolgenden Generationen ganz selbstverständlich zu Zeitungen und Büchern greifen? Oder sind es vielmehr die Eltern, die ihren Kindern Geschichten vorlesen?


Sicherlich werden Kinder über die Eltern an Bücher und Zeitschriften herangeführt, indem zuhause vorgelesen und gemeinsam Bücher und Zeitschriften durchgeschaut werden. Wie uns die Zahlen der vergangen Jahren zeigen ist dann, sobald die Lesefähigkeit der Kinder steigt und damit die Selbstständigkeit bei der Print-Nutzung, nicht Schluss mit Lesen. 
Spannende Inhalte und Themen werden daher weiter in Büchern und über Zeitschriften Leser finden.


Was schätzen Kinder an gedruckten Medien?


Zeitschriften bieten den Kindern eine Vielzahl an Möglichkeiten – neben dem Lesen von Comics und Geschichten, sind es Bastel-, Rätsel – und Beschäftigungsseiten. Dazu kommen dann noch Extras wie Poster oder kleine Spielzeuge auf den Magazinen. Das alles rund um einen Lieblings-Charakter oder ein interessierendes Thema. Die KidsVA zeigt, dass Kinder an Magazinen vor allem Spaß und Freude haben (96 Prozent), die Titel gerne immer wieder durchblättern (83 Prozent) und auch was dadurch etwas lernen (84 Prozent).


Ralf Bauer ist Studienleiter der KidsVA und Leiter für Markt- und Mediaforschung beim Egmont Ehapa Verlag.

Kontakt:
Ralf Bauer
(030) 24 00 81 18
r.bauer@egmont.de

KINDERMEDIENKONFERENZ: Tsunami und Super-GAU – Für Kinder berichten

19. Juli 2011 in München:


Berichte über Naturkatastrophen wie etwa in Japan Anfang 2011 wirken intensiv auf Kinder. Deshalb stehen die Medien in der Verantwortung, Mädchen und Jungen über die Ereignisse in kindgerechter Weise zu informieren und ihnen dabei zu helfen, die Nachrichten einzuordnen. Wie das geschehen kann, wird auf der Blitz-KinderMedienKonferenz beim Bayerischen Rundfunk in München diskutiert. Dort sollen Qualitätsmerkmale für eine Krisenberichterstattung in Kindermedien definiert und praxistauglich gestaltet werden. Veranstalter sind das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

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