JUNGE ZEITEN: Einen Tag lang blind

Bildschirmfoto 2014-08-06 um 15.03.16Immerwährende Dunkelheit  – Das ist eine Horrorvorstellung für jeden sehenden Menschen. Und doch meistern viele Menschen auch ohne Augenlicht ihren Alltag. Allein in Deutschland gibt es nach einer Schätzung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) rund 150.000 Blinde.  Eine Autorin von Junge Zeiten, der Jugendseite des Kölner Stadt-Anzeigers, wollte einmal selbst erfahren, wie schwer es ist, sich blind zu orientieren. Für ihren Selbsttest lief sie mit verbundenen Augen und Blindenstock durch ihre Heimatstadt. Sie wurde von ihrer Schwester begleitet, die ihr von Zeit zu Zeit den Weg half. Im Text schildert die Autorin das Gefühl der Orientierungslosigkeit, des Schwindels, aber auch wie sich ihre verbliebenen Sinne schärften.

SZENE-EXTRA: Von der Mittleren Reife an die Uni

Bild 2Der klassische Weg zum Studium führt über das Abitur an einem Gymnasium. Dass dieser klassische Weg nicht mehr der einzige ist, zeigt die Redaktion von Szene-Extra, der Jugendseite der Nürnberger Nachrichten in ihrer Serie „Wege zum Studium“. Zwölf Quereinsteiger erzählen wie sie an die Universität gekommen sind. Der Anteil der Studienanfänger ohne Gymnasialabitur hat sich allein zwischen 2007 und 2010 mehr als verdoppelt. Grund dafür sind gelockerte Zugangsbedingungen an den Universitäten. Außerdem werden immer mehr Studienfächer angeboten, die kein klassisches Abitur voraussetzen. Die Quereinsteiger aus der Serie erzählen beispielsweise wie sie von der mittleren Reife über ein Fach-Abi oder von einem Handwerksberuf an die Uni gekommen sind.

FLUTER: Anderes Land, anderes Studium

Bild 1Studium ist nicht gleich Studium. Unterschiede gibt es jedoch nicht nur zwischen den verschiedenen Fachrichtungen. Andere Anforderungen, Verhaltensregeln oder Lernbedingungen, jedes Land hat seine kulturellen und strukturellen Eigenheiten. Die Redaktion des fluter hat sechs Studierende von vier verschiedenen Kontinenten zu ihrem Uni-Alltag befragt.
Ein Oxford-Student berichtet vom schwierigen Einstellungsprozedere, das sich aber in einer großartigen Betreuung bezahlt macht. Eine Logopädiestudentin aus Finnland lobt das egalitäre und praktisch ausgerichtete Bildungssystem ihres Landes, während ein Musikfan in den Niederlanden selig Heavy Metal studiert und seine Fachwahl damit begründet, dass er „als Geisteswissenschaftler auch keine besseren Jobchancen“ hätte.
In Japan sei es hingegen besonders wichtig, dass man an einer namenhaften Uni seinen Abschluss macht, berichtet Sakura aus Tokio. Kurioserweise gelte  es nicht als unhöflich, während einer Vorlesung ein Nickerchen zu machen.
Ein südafrikanischer Marketingstudent kritisiert, dass die Bildung in seinem Land  zu sehr vom Einkommen abhängig sei und eine Qutoenregelung noch immer notwenig sei, um als schwarzer Südafrikaner in Führungspositionen zu gelangen. Die brasilianische Film-Studentin aus Rio de Janeiro sieht zuversichtlich in die Zukunft. Trotz mancher Schwachpunkte in der Infrastruktur und dem Schulsystem, freut sie sich, dass die öffentlichen Universitäten mehr gefördert werden und einen immer besseren Ruf genießen.

Jetzt.de: Unmoralische Nebenjobs

Bild 7Da sich Lottospielen leider nicht als die verlässlichste Einnahmequelle erwiesen hat, müssen viele Studenten für ihr tägliches Auskommen arbeiten. Klassische Studentenjobs wie Kellnern oder Babysitten sind mitunter anstrengend und bringen nicht viel ein. Was aber wenn der Nebenjob nicht nur nervig ist, sondern sogar einen Gewissenskonflikt heraufbeschwört? Bei jetzt.de, dem Jugendportal der Süddeutschen Zeitung berichten fünf Autoren, von ihren Erfahrungen mit ihren „Danebenjobs“.
Elias und Cosima etwa verdienten ihr Geld mit den Hoffnungen ahnungsloser Menschen. Während er fremden Männer mithilfe teurer Flirt-SMS das Geld aus der Tasche zog und dabei fast mehr als nur mit seinem Gewissen in Konflikt geriet, fand sich auch Cosima in einem Job wieder, der sie zum Lügen und  zwang. Ihr Arbeitgeber lockte junge Mädchen in Modelverträge obwohl diese keine Chancen auf eine Karriere hatten.
Sarah fälschte systematisch Ärztebewertungen, Hanne aß ihre Pausenstulle im Schatten der Kühltürme eines Atomkraftwerkes und Valerie verkaufte Lotterieabos über das Telefon. Am Ende wurde ihr gekündigt, weil sie zu wenige Menschen in die Abofalle gelockt hat.

STIMMT!: Anfangen für Anfänger

Ein neuer Anfang ist aufregend und angsteinflößend zugleich. Das Leben ist voll von Umbrüchen wie Schul- und Job- und Wohnortwechseln und zu der Neugierde mischt sich nicht selten Ungewissheit und Scheu. Was erwartet mich? Wie komme ich bei den neuen Mitschülern oder Kollegen an?

Bei Stimmt!, der Jugendseite der Heilbronner Stimme kommen vier jungen Frauen zu Wort, die bereits Erfahrungen mit Neustarts gesammelt haben. Felicia startete ihr Studium in einer fremden Stadt und erfuhr, wie einfach und beinahe unumgänglich es ist, Menschen kennenzulernen, wenn alle in der gleichen Situation sind. Kristina wagte den Schritt auf einen anderen Kontinent und weiß, wie fremd man sich als „die Neue“ an einer australischen Schule fühlen kann.

Doch genau wie die Mädchen in den anderen Beispielen lernte sie, dass man mit Aufgeschlossenheit und Mut auch die schwierigsten Anfangszeiten überstehen und zu einem spannenden Neuanfang werden lassen kann.

JUNGE ZEITEN: Ein Tag voller Komplimente

Es sind meist die kleinen Gesten, wie ein freundliches Lächeln oder ein ehrliches Kompliment, die den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem schönen Tag ausmachen. So kreierte Junge Zeiten-Autorin Denise Dahmen kurzerhand den „Tag der Komplimente“.

Sie startete einen Selbstversuch, in dem sie einen Tag lang jedem Menschen der ihr begegnete, ein Kompliment machte. Leicht fiel es, ihre Liebsten zu beglücken, das leckere Frühstück des Vaters, die neuen Schuhe der Freundin oder den Wohlgeruch des Freundes zu loben. Schwierig wurde es allerdings bei Mitmenschen, die sie kaum kannte oder auch nicht wirklich mochte.

Doch nach anfänglicher Scheu wurde ihr bewusst, dass sie durch aufmerksames Beobachten ihrer Umwelt jedem ihrer Mitmenschen ehrliche Komplimente machen konnte. Mit geschärftem Blick ging sie durch den Tag und erntete neben lächelnden Gesichtern selbst auch lobende Worte.

  • © 2018 Bundeszentrale für politische Bildung
Top