General-Anzeiger: Schüler diskutieren im Parlament

General-Anzeiger: Schüler diskutieren im Parlament
Debattieren wie Bundestagsabgeordnete im ehemaligen Plenarsaal in Bonn: Das konnten Schüler der Stadt bei einer Aktion des Bonner General-Anzeigers zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes. Das Thema – die Staatsverschuldung – klingt erstmal trocken, ist aber hochaktuell. „Wir haben bewusst das Gesetz zum Abbau der Neuverschuldung gewählt, weil es schließlich die Jugendlichen sind, die später unseren Schuldenberg abtragen müssen und so direkt von dem Gesetz betroffen sind“, sagt Redakteurin Tina Stommel, die die Schülerparlamentsdebatte organisierte.

Die Planung war langfristig angelegt: Bereits Anfang des Jahres fragten die Journalistin bei Lehrern an und startete einen Aufruf in der Zeitung. Die Resonanz war gut. Anschließend setzten sich die Schüler im Unterricht mit dem Debatten-Thema auseinander, sammelten Hintergrundinfos und trafen sich dafür auch mit Abgeordneten der Parteien. Schließlich verfassten sie die Reden, die sie wiederum den Lokalredakteuren, die das Projekt jeweils in ihrer Region unter der Führung von Tina Stommel begleiteten, zur Korrektur schickten. Anhand der Manuskripte wurde dann der Ablaufplan für die Diskussion am 23. Mai erstellt.

Der General-Anzeiger schloss die Aktion mit einer Doppelseite ab, auf der die Redakteure unter anderem die Debatte sowie die persönlichen Eindrücke der Jugendlichen zusammenfassten, die in die Rollen von Angela Merkel und Guido Westerwelle geschlüpft waren. Nach den Reden der Schüler stimmten die „Jungparlamentarier“ über das Gesetz ab. Das Ergebnis: Es wurde angenommen. Rund 1600 Besucher verfolgten den Schlagabtausch an historischer Stätte, darunter viele Eltern und Lehrer. Tina Stommel resümiert: „Ich würde die Veranstaltung jederzeit wiederholen. Ich bin immer noch absolut begeistert von dem Einsatz der Jugendlichen und aller anderen Beteiligten.“

Kontakt:
Tina Stommel
0228) 6 68 86 22
t.stommel@ga-bonn.de
jugenddrehscheibe | 23.09.2009 17:51 | Download

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