Beitrag aus der Primasener Zeitung

Zum Beispiel: Pirmasens

Die Jugendredaktion der Pirmasenser Zeitung begleitete drei Jahre lang ein Integrationsprojekt.


Pirmasens ist nicht gerade als eine Hochburg der Zuwanderer bekannt. In den 90er Jahren kamen jedoch viele Einwanderer aus Russland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei in die Stadt. Kein Wunder also, dass die Migranten ein Thema für die örtliche Zeitung sind.


Die Jugendredaktion der Pirmasenser Zeitung berichtete über drei Jahre hinweg über ein Integrationsprojekt mit dem Namen "zum Beispiel: Ich", das vom Jugendmigrationsdienst der Stadt veranstaltet wurde. Dessen Ziel war es, Jugendliche deutscher und ausländischer Herkunft zusammenzubringen und ihr Interesse für Jugendarbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten zu wecken.

 

Das Projekt bestand aus unterschiedlichen "Modulen", in denen die Teilnehmer verschiedene Aspekte der Jugendarbeit kennenlernten, wie zum Beispiel: "Gesprächsführung", "Gruppenprozesse" und "Öffentlichkeitsarbeit".

 

Vor dem Beginn jedes Moduls veröffentlichten die Jugendredakteure jeweils eine Vorankündigung mit Kontaktdaten. In der Nachberichterstattung kamen sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter ausführlich zu Wort. "Da ich selbst aus der Jugendarbeit komme, hatte ich gute Kontakte zu den Sozialarbeitern, die das Projekt betreuten, wir konnten uns auf fachlicher Ebene unterhalten", sagt Michael Fuhrmann, der die Jugendseite der Pirmasenser Zeitung betreut.

 

In Ergänzung zu dieser Berichterstattung setzte die Jugendredaktion der PZ auf eine spezielle Interviewform: einen Fragebogen, den die Teilnehmer des Projekts ausfüllten. Er enthielt 15 Fragen, wie: "Wird deiner Meinung nach in Pirmasens genug für die Integration getan?" Die Fragebögen wurden als Serie auf der Jugendseite in unregelmäßigen Abständen abgedruckt.

 

Die Jugendredaktion berichtete auch über Reisen, die die Teilnehmer des Projekts unternahmen, unter anderem nach Mainz und Basel. Da es den Jugendredakteuren nicht möglich war, selbst mitzureisen, ließen sie sich von den Teilnehmern im Nachhinein über die Reisen unterrichten.

 

Während der drei Jahre, die "zum Beispiel: Ich" lief, erschienen insgesamt rund dreißig Beiträge über das Projekt. "Sicher ist das viel", sagt Michael Fuhrmann. "Aber die  verschiedenen Veranstaltungen, die teilweise über mehrere Tage gingen, machten das Projekt interessant und boten viel Stoff, um darüber zu schreiben."

 

von Vivian Yurdakul

 

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