| |
Jede Stimme zählt Mit Aktionen und redaktionellen Ideen versuchen Zeitungen Jugendlichen zum Wählen zu bewegen.
Gerade einmal drei Minuten hatten die 20 Kommunalpolitiker, um die Fragen der 40 Freiburger Erstwähler zu beantworten. Auf dem ersten Politiker-Speed-Dating, das die Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit der Badischen Zeitung
Bei den Blind-Dates wussten weder die Wähler, welcher Partei ihr Gegenüber angehörte, noch kannten die Kandidaten die politischen Präferenzen ihrer Gesprächspartner. Zum Schluss verteilten die Wähler Kompetenz- und Sympathiepunkte an die Politiker. Die gesamte Veranstaltung wurde per Live-Stream ins Internet übertragen.
Das Politiker-Speed-Dating war aber nur ein Programmpunkt der Serie "Jugend wählt Politik", bei der die Badische Zeitung drei Monate lang Jugendliche aus der Region in die Vorwahlberichterstattung mit einband. Alle 18 Lokalredaktionen luden junge Leute ein, über die Kommunalpolitik aus ihrer Sicht zu schreiben und Politiker zu interviewen. Bereits das erste Projekt "Jugend wählt Politik" im Jahr 2004 motivierte 150 Jugendliche zum Mitmachen. Auch dieses Jahr erschienen im Rahmen der Serie mehr als 100 Beiträge im Blatt und auf dem Online-Auftritt der Zeitung, nachzulesen unter
Auch die Jugendseite "Mega" des Nordkuriers (Neubrandenburg) startete eine Serie zum Superwahljahr. Dabei wurden unter anderem Jugendgruppen der Parteien in der Region vorgestellt, Experten beantworteten Fragen zum Thema Wahl. In einem Serienteil testeten zwei junge Frauen aus der Region den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung und waren überrascht, dass die Frauenpartei und die Piratenpartei ihren politischenVorstellungen deutlich näher kamen als die Programme der großen Volksparteien.
Die Eßlinger Zeitung nahm auf ihrer Jugendseite "Offensiv" zur Gemeinderatswahl die Wahlplakate unter die Lupe. Drei Erstwähler analysierten jeweils zwei Wahlplakate verschiedener Parteien und Bündnisse und veröffentlichten die sechs Texte auf einer Themenseite.
"Fudder", das junge Online-Portal der Badischen Zeitung, drehte den Spieß dagegen um und ließ die zur Kommunalwahl angetretenen Listen erklären, was sie mit dem Layout ihrer Plakate erreichen wollen (http://tinyurl.com/nkx4n3).
"Junge Zeiten", die Jugendseite des Kölner Stadt-Anzeigers, stellte nicht Politiker und Plakate in den Mittelpunkt, sondern befragte Erstwähler eines Gymnasiums aus dem Verbreitungsgebiet, ob sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen werden. In dem Beitrag, der wie die anderen vorgestellten Ideen auf der jugenddrehscheibe nachzulesen ist, werden die Argumente der befragten Schüler für und gegen das Wählen diskutiert.
von Jan Steeger
|