Damals und heute

Der Unterschied zwischen den Generationen ist ein beliebtes Thema auf Jugendseiten von Zeitungen

 

Themenseite aus dem Pfälzischen Merkur. Zum Download der Seite als PDF auf das Bild klicken.

Wie ist es, in einer anderen Zeit oder in komplett anderen Gesellschaftsverhältnissen erwachsen zu werden? Dieser Frage wird auf Jugendseiten vieler Zeitungen immer wieder nachgegangen. Die Ansätze sind jedoch verschieden.


Inspiriert durch die Fernsehreihe "Unsere 50er" hat sich Jan Althoff, Lokalredakteur beim Pfälzischen Merkur, gefragt, wie die Jugend damals gelebt und gefühlt hat. Für eine Themenseite fragte er Familienmitglieder aus drei Generationen, wie sie sich mit 16 Jahren gefühlt haben. "Das Alter bot sich an, da man mit 16 weder Kind noch Erwachsener ist", erklärt Althoff. Er befragte die 16-jährige Redaktionspraktikantin Susanne, ihren Vater und ihre Großmutter.


Die Großmutter erzählte vom ländlichen Leben im Jahr 1953, als man nur zu besonderen Anlässen im Dorf tanzen ging. Der Vater erinnerte sich vor allem an seine Berufspläne im Jahr 1971. Susanne erzählte besonders von ihren vielen Freizeitaktivitäten. Althoff fasste die Aussagen der drei zusammen und erstellte eine Themenseite. Diese wurde mit zeitgenössischen Fotos und den wichtigsten Daten der Jahre 1953 und 1971 ergänzt.

Auch Dirk Ambrosch von der Allgäu-Rundschau (Allgäuer Zeitung) hat eine Themenseite dem Generationenvergleich gewidmet. Ausgangsfrage war, wie die Jugendlichen heute ticken. Auf der linken Spalte der Seite "Generation Walkman- Generation iPod" erinnert sich der Lokalredakteur an seine eigene Jugendzeit in den 1980ern. Auf der rechten Spalte porträtiert er die heutige Jugend. Dafür sprach er mit drei Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren. Der enorme Wandel der Unterhaltungsmedien, der Kultobjekte und der Zukunftsaussichten wurde durch die Gegenüberstellung zum zentralen Thema.

Vier junge Redakteure der Jugendseite Stimmt! (Heilbronner Stimme) haben hingegen einen inzwischen pensionierten Pfarrer aus der Region zu seiner Jugend im Zweiten Weltkrieg befragt. Anlass dafür war der Jahrestag eines schweren Bombenangriffs auf Heilbronn im Dezember 1944.

Anders als bei Dirk Ambrosch, der zwischen seiner eigenen Jugend und der, der drei Mädchen ein komplett anderes Lebensgefühl erkennt, vertritt der Pfarrer die Ansicht, dass die Unterschiede zwischen dem Jungsein heute und damals gar nicht so groß sind, wie oft behauptet wird. So empfand er seine Jugend größtenteils als unbeschwert und erinnert sich an auch heute noch typische Streitigkeiten zwischen Jugendlichen und Eltern, etwa über Kleidung.  

                                                                                                     von Annika Dille

 

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