Großes Echo von den Kleinen

Die Kinder-Beilage des Darmstädter Echo wird an vielen Schulen zur Leseförderung eingesetzt


Die Titelseite des Kinder-Echo im April 2008

Ursprünglich war das Kinder-Echo des Darmstädter Echo nur als einmalige Beilage gedacht. Das ist mehr als drei Jahre her. Inzwischen erscheint die Beilage monatlich mit 24 bis 28 Seiten. Bei einer Auflage von rund 125.000 Exemplaren. Eine Erfolgsgeschichte. Das Kinder-Echo liegt nicht mehr nur der Zeitung bei, sondern wird darüber hinaus an Grundschulen und Kindergärten verkauft. Mehr als 12.000 Exemplare der Kinder-Zeitung gehen auf diesem Weg direkt an die kleinen Leser.


Bei denen kommt das Angebot des Darmstädter Echo gut an, wie die Resonanz der Kinder zeigt: "Auf unser Preisrätsel erhalten wir monatlich mindestens 160 Rückmeldungen", sagt Redakteurin Christina Kolb, die das Kinder-Echo gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Stütz betreut. Da die Redakteurinnen bei Weitem nicht alle eingesandten Malbilder im Heft abdrucken können, werden inzwischen Fotogalerien mit den Kunstwerken der Kleinen auf www.echo-online.de eingerichtet. Dort befindet sich auch der Webauftritt des Kinder-Echos. „Zudem melden sich viele Kinder telefonisch bei uns, um Beiträge zu kommentieren“, so Kolb.

 

Christina Kolb, Kinder-Echo

Mittlerweile setzen auch Lehrer das Kinder-Echo gern im Unterricht ein. Das zeigt eine Fragebogen-Untersuchung, welche im Sommer 2007 an 142 Grundschulen in Südhessen durchgeführt wurde, die das Kinder-Echo regelmäßig erhalten. Die Auswertung übernahm Echo-Chefredakteur Jörg Riebartsch persönlich. Aus den 64 zurückgesandten Fragebögen – das entspricht einer Rücklaufquote von 45,1 Prozent – geht hervor, dass 90,4 Prozent der Schulen das Kinder-Echo auch an ihre Schüler verteilen und 85,5 Prozent es sogar im Unterricht einsetzen. Am häufigsten werden die Hefte im Deutsch- und Sachkundeunterricht genutzt. Daher erfolgt die Verteilung der Exemplare in der Regel auch über die Deutsch- und Klassenlehrer. Inhaltlich bewerteten die Lehrer das Kinder-Echo als interessant und abwechslungsreich, wünschten sich allerdings unter anderem mehr Texte für Leseanfänger. Dem trägt die Redaktion jetzt Rechnung und führt ab der nächsten Ausgabe zwei Erstleser-Seiten ein, die mit kürzeren Texten und einer größeren Schrift auf die Bedürfnisse von Lesenlernenden eingeht.



Andrea Stütz, Kinder-Echo

"Es ist nicht einfach, auch thematisch eine Mischung hinzubekommen, die sowohl die sechs- als auch die dreizehnjährigen Leser anspricht", sagt Christina Kolb. Doch wie die Rückmeldung in den Fragebögen gezeigt hat, wird das Kinder-Echo in verschiedenen Altersstufen gern gelesen. Auch die Bastelvorschläge werden in den Schulen gern umgesetzt. "Besonders gut gehen Themen, die mit Tieren zu tun haben", sagt die Kinderredakteurin. Aktuell läuft eine Serie zu den verschiedenen Tieren aus dem Wald. Doch auch Berufsporträts kommen bei den Kleinen gut an, weiß Christina Kolb. Um bei der Themenwahl den Nerv der jungen Leser zu treffen, stehen die beiden Redakteurinnen des Kinder-Echos, die seit einem Jahr noch zusätzlich zwei Kinderseiten für die Wochenendbeilage des Darmstädter Echo produzieren, in engem Kontakt zu den Lehrern und vor allem zu ihren Lesern – den Kindern.


von Jan Steeger

 

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