Im Westen angekommen

Die Jugendseite "Texter" der Neuen Ruhr/Rhein Zeitung ist auf DerWesten.de mit einer eigenen Seite vertreten

Crossmediales Arbeiten wird insbesondere für Jugendredaktionen immer wichtiger. "Texter", die Jugendseite der NRZ, vernetzt seit Neuestem konsequent  die Printangebote mit dem Online-Auftritt. Christian Gerstenberger, Redaktionsleiter von "Texter", erklärt das Konzept.

 

Christian Gerstenberger leitet die Redaktion von "Texter"

Seit Januar dieses Jahres gibt es auf DerWesten.de eine "Texter"-Seite. Warum erst so spät?
Wir waren auch schon auf dem alten NRZ-Auftritt mit einer "Texter"-Seite vertreten. Allerdings haben wir dort nur eins zu eins die Printinhalte reingestellt, da bereits DerWesten.de in Planung war und die Seite sowieso nur wenig abgerufen wurde. Nach dem Start von DerWesten.de dauerte es dann noch mal eine Weile, bis wir unser Konzept auf die vorgegebenen Rahmenbedingungen angepasst hatten.

 

Was erhofft ihr euch von der neuen Internetpräsenz?
In erster Linie einen Imagegewinn. Bisher hat Texter im Netz noch nicht wirklich stattgefunden, durch die Internetseite gewinnen wir jetzt eine ganz neue Aufmerksamkeit. Eine "Texter"-Autorin erzählte mir beispielsweise, dass ihre Klassenkameraden Beiträge von ihr vor allem im Internet wahrnehmen. Darüber hinaus haben wir ganz neue Möglichkeiten. Online können wir schnell auf Aktuelles reagieren und viel meinungsstärker sein, da über die Kommentarfunktion und die Votings auch sofort Resonanz zurückkommt.

 

Worin unterscheidet sich euer Internetangebot noch von der Printseite?
Die Printseite erscheint wöchentlich und die Internetseite aktualisieren wir dreimal die Woche. Mittwochs stellen wir bereits den Aufmacher und einen weiteren Text der donnerstags erscheinenden Texter-Seite online. Plus den Veranstaltungskalender für das gesamte NRZ-Verbreitungsgebiet. Freitags und montags kommen dann jeweils mindestens ein neuer Text exklusiv ins Netz. Zudem gibt es die Rubrik "Top und Flop" mit Bildergalerien von Stars, die uns beeindruckt oder enttäuscht haben. Damit wollen wir bewusst polarisieren und Reibung erzeugen. Das ist auch das Prinzip von unserer Serie "Gegen den Strom", bei der "Texter"-Autoren unbequeme Positionen vertreten und die wie die Rubrik "Top und Flop" auf der "Texter"-Seite und online läuft. Online funktioniert sie allerdings besser.

 

Wie ist die Resonanz?
Sehr gut: Mit oft zweistelligen Kommentarzahlen liegen wir im DerWesten.de-Auftritt schon ziemlich weit vorn. Auch bei den Votings nehmen regelmäßig mehr als 100 Leute teil.

 

Screenshot der "Texterseite" auf DerWesten.de

 

Schlagt ihr auch eine Brücke von Online zu Print?
Das ist uns sehr wichtig, da viele "Texter"-Leser beides nutzen. So werden die Endergebnisse der Votings beispielsweise nur auf der Printseite veröffentlicht. Dort gibt es auch einen Kasten, der darüber informiert, was in der Online-Ausgabe passiert und über welche Themen dort gerade diskutiert wird. Online wiederum rufen wir die Nutzer dazu auf, bei der Jugendredaktion mitzumachen.

Interview: Jan Steeger


Beispielseiten der Printausgabe von "Texter" findet Ihr im Ideenpool der jugenddrehscheibe. Einfach im Suchfenster rechts "texter" eingeben.

 

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