Merken Kinder etwas von der Katastrophe?

von Redaktion | Jul 19, 2011 | Comments Off on Merken Kinder etwas von der Katastrophe?
 
Jugenddrehscheibe

Maya Götz und izi-Mitarbeiterin Andrea Holler präsentieren eine qualitative Studie, wie Kinder Nachrichten wahrnehmen und wie sie sich diese idealerweise vorstellen.


Götz: “Kinder bekommen die Katastrophen immer mit.” Zuerst über die Medien, dann sprechen sie auch im Kindergarten und in Schulen darüber. Kinder können heutzutage also in keinem Fall von der Diskussion über Kriege und Katastrophen ferngehalten werden.


Die Studie zeigt: nur zehn Prozent wollen keine spezielle Berichterstattung. Ergo: Die größte Mehrheit wünscht sich Nachrichten, die für ihre Altergruppe gemacht werden.


Bei der Untersuchung sollten Kinder malen, was sie von der Katastrophe mitbekommen haben. 5-6-Jährige malen eher abstrakte Szenerien, bei 7-8-Jährigen tauchen auf den Bildern auch Menschen auf. Es zeigt, dass sie sich bereits in diesem Alter mit der Frage beschäftigen, was mit den Menschen passiert. 9-10-Jährige stellen durch ihre Bilder “philosophische Fragen”: Warum lässt die Natur das zu? Und bieten Lösungsmöglichkeiten an – beispielsweise mit Zeichnungen von Windkrafträdern. Mit elf Jahren stellen die Kinder die Katastrophe in einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Sie fragen sich: “Brauchen wir wirklich Atomkraftwerke?”

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