Kindernachrichten international

von Redaktion | Jul 19, 2011 | Comments Off on Kindernachrichten international
 
Jugenddrehscheibe

In einer internationalen Gesprächsrunde geht es darum, wie Kinder aus unterschiedlichen Regionen der Welt die Katastrophe von Fukushima wahrgenommen haben. Dazu haben Dr. Diana Sorin und Dr. Nastassia Sorin mit Kinden in den USA gesprochen und sie Bilder malen lassen. Typisch für amerikanische Kinder, so Nastassia Sorin: “Sie haben auf ihren Bildern häufig Sachbeschädigungen gezeigt.” Zerstörte Autos, einstürzende Häuser, sinkende Schiffe. Allerdings seien die Bilder optimistischer als jene von deutschen Kindern. So sind auf den Bildern der amerikanischen Kinder Superhelden zu sehen, die gegen die Katastrophe kämpfen. Und sogar Surfer nutzen die Riesenwelle, um auf ihr zu reiten. Die Stimmung vieler amerikanischer Bilder: “Es wird alles wieder gut.”


Allgemein beschäftigen sich die Bilder mit solchen Themen, die den entsprechenden Ländern am nähesten sind. Junge Brasilianer malen bei der Studie von Prof. Pablo Ramos statt Tsunami Regen, weil dieser in dem südamerikanischen Land normalerweise für Überschwemmungen verantwortlich ist. Dagegen haben die Kinder aus Ecuador aufgrund der geografischen Nähe des Landes oftmals üppige Vegetationen gemalt, die von Feuer und Wasser bedroht sind.


Auch international haben die Forscher gefragt, was Kinder vor allem im TV von Katastrophen sehen wollen. Neben verständlicher Sprache und Hintergrundinformationen wollen die Kinder Berichte von Betroffenen. Sie wollen wissen, wie die Menschen mit der Ausnahmesituation klar kommen. Auch dabei wird deutlich: tote Menschen sind in Kindernachrichten tabu.


Vor allem in Ländern, wo es keine Kindernachrichten gibt, kann sich das junge Publikum solche Formate auch kaum vorstellen. Sie wünschen sich Cartoon-Figuren wie Sponge-Bob, die ihnen die Ereignisse erklären.


Nach der Mittagspause berichten deutsche Medienschaffende über ihre Erfahrungen für Kinder zu berichten.


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