Für den in der Neuen Osnabrücker Zeitung erschienenen Beitrag "Vokabeln nebenbei gelernt" wurde Stefanie Hiekmann mit dem dritten Preis des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises 2007 ausgezeichnet. Neben der Schule schreibt sie nicht nur für die Neue OZ, sondern auch für Schekker, das Jugend-Onlinemagazin der Bundesregierung, den gms-Themendienst der dpa und weitere Online- und Printmagazine wie Unicum, Focus-Campus und Fluter.
Stefanie, den ersten Journalistenpreis hast du jetzt schon in der Tasche. Wie soll es nach dem Abi weitergehen?
Auf jeden Fall möchte ich eine journalistische Ausbildung machen und im Print- oder Onlinebereich arbeiten. Welchen Weg ich dabei einschlagen werde, ist noch nicht ganz klar. Der Traumweg wäre eine Journalistenschule. Wenn das nicht klappt, werde ich studieren und mich danach um ein Volontariat bewerben. Der klassische Weg eben.
Was reizt dich am Journalismus?
Dass man Einblicke in viele interessante Themenwelten bekommt. Jeder Artikel ist wie eine Reise, die einem die Augen öffnet. Beim journalistischen Arbeiten ist mir die Vielfalt am wichtigsten. Momentan fühle ich mich in vielen Ecken zuhause. Ich schreibe sowohl Servicetexte zu Computerthemen als auch Reportagen aus dem Lokalen. Dabei reizt es mich besonders, dass man nahe bei den Leuten ist. Tendenziell kann ich mir allerdings nicht vorstellen, später einmal in die Sportberichterstattung zu gehen.
In deinem prämierten Artikel geht es um Jugendliche, die englischsprachige Literatur im Original lesen. Wie bist du auf das Thema gekommen?
Ich lese selbst gern Bücher im englischen Original und habe festgestellt, dass sie einfach besser sind, als die deutschen Übersetzungen. Als ich mich mit Freunden darüber unterhalten habe, merkte ich, dass sie das genauso sehen. Viele verschlingen englische Bücher regelrecht in ihrer Freizeit. Viele auch mit dem Ziel, ihre Vokabelkenntnisse zu erweitern. Das fand ich ein spannendes Thema und habe es in der Redaktion vorgeschlagen.
Was hat die Jury an deinem Text überzeugt?
Die Jury hat die lockere, lebendige Schreibe gelobt, und dass der Artikel gut recherchiert ist und mit vielen Beispielen arbeitet.
In der Begründung ist von einer „vorbildlichen journalistischen Leistung“ die Rede. Wie hast du denn das journalistische Handwerkszeug gelernt?
Zum Teil aus Fachbüchern. Das meiste habe ich aber gelernt, indem ich andere Artikel aus Zeitungen analysiert habe: Wie ist der Aufbau? Wie steigen die Autoren ein? Mit Zitat oder ohne? Außerdem hole ich mir immer Feedback zu meinen eigenen Texten ein. Von Lesern, Redakteuren und befreundeten Journalisten von der Jugendpresse. Auf diese Weise lernt man am meisten.
von Jan Steeger
Der prämierte Beitrag „Vokabeln nebenbei gelernt“ von Stefanie Hiekmann ist hier zu lesen.