Feedback garantiert

Schwarz auf weiß: Das neue Magazin Noir versteht sich als Plattform für Nachwuchsjournalisten

 

Katrin Ehmke, Chefredakteurin von Noir

Frau Ehmke, was ist die Idee hinter Noir?
Auf der Suche nach neuen Projekten ist auf den letzten Aktiventagen der Jugendpresse Baden-Württemberg im Januar die Idee entstanden, ein Verbandsmagazin für junge Medienmacher und Journalisten ins Leben zu rufen. Das Kernteam für Noir besteht aus acht jungen Mitarbeitern. Wir wollen Schülern und Studenten ermöglichen, journalistische Erfahrungen jenseits ihrer Schülerzeitungen zu sammeln, ihren Schreibstil zu entwickeln und Artikel zu veröffentlichen.

 

Welches Themenspektrum deckt Noir ab?
Unsere Kernressorts sind Lifestyle, Kultur, Titelthema, Porträt, Wissen, Reise, Sport, Jugendpresse BW-Intern, Politik und Querbeet. Die Titelthemen sind bewusst offen gehalten. „Ist Deutschland für Jugendliche noch lebenswert?“ und „k.o. Ausbeutung statt Ausbildung“ waren die Themen der vergangenen Ausgaben. In der nächsten Ausgabe im November soll es um Geld gehen. Ich bin oft positiv überrascht, was die Autoren aus ihren Beitragen machen und versuche dann, das zu loben, anstatt die Themen klarer vorzugeben, um wirklich Freiraum für Kreativität und Entwicklung zu bieten.

 

Wer schreibt für Noir?
Rund 25 junge Journalisten, nicht nur aus Baden-Württemberg, waren an den ersten beiden Ausgaben beteiligt. Wir suchen immer neue Leute, die journalist-isches Schreiben lernen wollen. Wenn wir unser Projekt vorstellen, fragen viele anfangs: „Darf ich da wirklich mitmachen? Das sieht so professionell aus!“ Obwohl wir alle ehrenamtlich arbeiten, wollen wir unserem hohen Anspruch ans Layout und die inhaltliche Gestaltung treu bleiben.

 

Noir, Titel der Ausgabe 02/07

Wie spiegelt sich diese angestrebte Professionalität im Redaktionsablauf bei Noir wider?
Konstruktives Feedback ist uns wichtig. Wir nehmen uns viel Zeit fürs Redigieren aller Texte. Häufig ist das Feedback doppelt so lang wie der eingeschickte Beitrag. Das ist trotz der vielen freiwilligen Arbeit das Schöne: Die Fortschritte der Autoren zu sehen. Außerdem haben wir von der ersten zur zweiten Ausgabe noch mal einen großen Sprung vor allem beim Layout hingelegt. Als nächstes möchten wir den Umfang von Noir von 20 auf 24 Seiten erweitern.

 

Wie wird die Zeitschrift vertrieben und finanziert?
Noir wird gemeinsam mit dem Informationsmaterial der Jugendpresse BW an die Verbandsmitglieder verschickt und erscheint daher sechs Mal im Jahr. Unsere Geldgeber sind die Jugendpresse und die Youth Bank Mannheim. Die Youth Bank ist eine bundesweite Initiative mehrerer Stiftungen, die Jugendlichen ermöglicht, Projekte von anderen Jugendlichen in ihrer Region finanziell zu unterstützen. Außerdem sind wir auf der Suche nach Anzeigenkunden, um vor allem die Fahrtkosten zu unseren Redaktionstreffen bezahlen zu können.

 

Interview: Marianne Allweiss