Frau Ehmke, was ist die Idee hinter Noir?
Auf der Suche nach neuen Projekten ist auf den letzten Aktiventagen der Jugendpresse Baden-Württemberg im Januar die Idee entstanden, ein Verbandsmagazin für junge Medienmacher und Journalisten ins Leben zu rufen. Das Kernteam für Noir besteht aus acht jungen Mitarbeitern. Wir wollen Schülern und Studenten ermöglichen, journalistische Erfahrungen jenseits ihrer Schülerzeitungen zu sammeln, ihren Schreibstil zu entwickeln und Artikel zu veröffentlichen.
Welches Themenspektrum deckt Noir ab?
Unsere Kernressorts sind Lifestyle, Kultur, Titelthema, Porträt, Wissen, Reise, Sport, Jugendpresse BW-Intern, Politik und Querbeet. Die Titelthemen sind bewusst offen gehalten. „Ist Deutschland für Jugendliche noch lebenswert?“ und „k.o. Ausbeutung statt Ausbildung“ waren die Themen der vergangenen Ausgaben. In der nächsten Ausgabe im November soll es um Geld gehen. Ich bin oft positiv überrascht, was die Autoren aus ihren Beitragen machen und versuche dann, das zu loben, anstatt die Themen klarer vorzugeben, um wirklich Freiraum für Kreativität und Entwicklung zu bieten.
Wer schreibt für Noir?
Rund 25 junge Journalisten, nicht nur aus Baden-Württemberg, waren an den ersten beiden Ausgaben beteiligt. Wir suchen immer neue Leute, die journalist-isches Schreiben lernen wollen. Wenn wir unser Projekt vorstellen, fragen viele anfangs: „Darf ich da wirklich mitmachen? Das sieht so professionell aus!“ Obwohl wir alle ehrenamtlich arbeiten, wollen wir unserem hohen Anspruch ans Layout und die inhaltliche Gestaltung treu bleiben.